M. H. Steinmetz: Shinigami

 

<a href="https://www.goodreads.com/book/show/60319772-shinigami" style="float: left; padding-right: 20px"><img border="0" alt="Shinigami" src="https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1644181998l/60319772._SX98_.jpg" /></a><a href="https://www.goodreads.com/book/show/60319772-shinigami">Shinigami</a> by <a href="https://www.goodreads.com/author/show/22209476.M_H_Steinmetz">M. H. Steinmetz</a><br/>
My rating: <a href="https://www.goodreads.com/review/show/4692189431">3 of 5 stars</a><br /><br />
Ein Cyperpunk-Roman. Zu Beginn erleben wir die »Edgerunnerin« Ghost in einer ausweglosen Situation. Sie hat sich auf ein Hochhausdach in New Babylon Megaplex (Südkalifornien) gerettet und erwartet eine bewaffnete Übermacht. Sie ist schon ziemlich angeschlagen, aber sie will sich noch einen richtigen Shootout von der Bühne treten. Wenn da nicht die Gedanken an ihre Freundin Amy währen und diese Thai-Katze Wichian Mat. Wir erleben das aus Ich-Perspektive und sind schon neugierig.<br />Dann lesen wir die Vorgeschichte dieser Situation. Ghost übernimmt einen Auftrag, jemanden zu eliminieren und noch das an sich zu nhemen was sie gestohlen hat. Doch schon während des Auftrags merkt sie dass sie gelinkt wurde. Es sind noch andere hinter der Hackerin Amy her, und danach sollte auch Ghost getötet werden. So fliehen die beiden. Die Hackerin ist Amy und sie hat vom überaus mächtigen Hattori-Konzern eine besondere Software gestohlen, die Blaupause zu einem Nanochip und die sogenannte Soul Eater Software. Im Auftrag von »Manifest Thirteen«, einer Gruppe, die die Macht der Konzerne brechen will. Doch die Macht geht von den KIs aus, hier von Shinigami, die sozusagen den Konzern lenkt. Ghost und Amy schließen sich zusammen, um nicht mehr Spielball zu sein. Sie werden sogar ein Liebespaar. Doch sie kennen die Pläne der KI nach nicht. Sie will in den Bereich jenseits des Cyberspace vorstoßen, die Black Ice Barriere durchbrechen (natürlich mit einer speziellen Software) und die Geister/Dämonen/Götter dieser digitalen wie auch metaphysischen Sphäre dienstbar zu machen. Manifest Thirteen möchte das verhindern und Shinigami vernichten, also engagiert sie Ghost und Amy für diesen Run. Bei einem Einbruch in den »Vault« soll der Nanochip mit Shinigamis Essenz gestohlen werden. Aber das geht schief, Ghost steckt sich den Chip in den Schädelport und ist von da an quasi von einer dieser jenseitigen KIs/Dämonen besessen. Und Dämonen wie auch KIs sind so gut wie nicht zu kontrollieren, auch wenn mit Wichian Mat eine andere gottähnliche Entität Ghost und ihrer Gruppe hilft.<br />Nach vielen Runs mehr Zerstörung und noch mehr Toten kommt es zum Showdown und die Handlung ist beim Prolog angekommen. Steinmetz bietet drei unterschiedliche Roman-Enden an, doch die unterscheiden sich nicht groß voneinander, denn KIs sind kaum zu vernichten. Und spätestens jetzt wir merken wir, dass wir ein Buch aus einem nicht kommerziellen Kleinverlag vor uns haben, denn in einem Publikumsverlag wäre so etwas nicht möglich. Die Printfassung ist von Amazon beauftragt und ziemlich lieblos gemacht. Auch stimmt etwas mit den Jahresangaben nicht und ein professionelles Lektorat hätte auch zu tun gehabt. Doch man merkt, es ist ein Herzensprojekt, und das macht das Buch sympathisch. Diesen Eindruck unterstützt auch das gelungene Cover.<br />Der Roman ist spannend und atmosphärisch dicht. Cyberpunk-Fans kommen auf ihre Kosten, denn Steinmetz selbst ein Fan lässt kein Versatzstück und keine Stereotypen aus, er zelebriert sie geradezu. Und die Erweiterung des Kosmos um unheimliche Elemente und japanischer Mythologie gelingt ihm, der als Horror-Autor bekannt ist, ganz gut. Das hebt das Werk letztlich von vielen anderen epigonalen Romanen Positiv ab.<br />
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© Michael Baumgartner